FRISTEN

Welche Fristen sind bei einer Studienplatzklage zu beachten?

Bei einer Studienplatzklage gibt es drei unterschiedliche Fristen, die man im Auge behalten muss: Die Bewerbungsfrist für die reguläre Bewerbung, die AKA-Frist für die Stellung der außerkapazitären Zulassungsanträge und die Eilantragsfrist für die Einreichung der Eilanträge am Verwaltungsgericht. Leider laufen diese Fristen nicht einheitlich  immer zu einem Stichtag ab, sondern variieren zum Teil erheblich, je nach Bundesland und verklagter Hochschule. Gleichwohl finden Sie in unserem Ratgeber die drei wichtigsten Fristen im Überblick. Nun aber ausführlich zu den einzelnen Fristen:

 

Reguläre Bewerbungsfrist

Die reguläre Bewerbung ist nicht zwingend in jedem Bundesland erforderlich für eine Studienplatzklage. Gleichwohl ist es immer hilfreich, wenn man sich fristgerecht regulär um den gewünschten Studienplatz beworben hat. Die meisten Bewerbungsfristen für das Wintersemester laufen am 15. Juli ab. Allerdings gibt es hiervon wichtige Ausnahmen: In den Studiengängen Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie werden die Studienplätze zentral durch die Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de, früher ZVS) vergeben. Für so genannte „Alt-Abiturienten“ endet die Bewerbungsfrist für das Wintersemester bereits am 31. Mai! Unter Alt-Abiturienten sind diejenigen Bewerber zu verstehen, die ihr Abitur vor dem 16. Januar des Bewerbungsjahres erworben haben. Auch in einzelnen Masterstudiengängen gibt es regelmäßig Bewerbungsfristen Ende Mai oder bereits im Juni. Informieren Sie sich für Ihren Studiengang!

 

Frist zur Stellung der außerkapazitären Zulassungsanträge (AKA-Frist)

Der AKA leitet die Studienplatzklage dann auch förmlich ein. Bis zu welchem Zeitpunkt er gestellt werden muss, ist in den einzelnen Bundesländern rechtlich vorgeschrieben. Die ersten – und wichtigsten – Fristabläufe sind am 15. Juli, also parallel mit den meisten Bewerbungsfristen. Ganz wichtig ist es also, nicht erst den Ablehnungsbescheid abzuwarten, denn dann ist es meist schon zu spät! In manchen Ländern endet die Frist allerdings erst im September (Hessen: 1.9.) oder erst mit Beginn der Lehrveranstaltungen des gewünschten Studiums (z.B. in Bayern). Sie sehen, in Einzelfällen kann auch noch recht spät eine Studienplatzklage auf den Weg gebracht werden – besser ist es jedoch, man denkt direkt bei der Bewerbung daran, ob man realistische Chancen auf den gewünschten Studienplatz hat, oder ob man sich anwaltlicher Hilfe bedienen möchte.

 

Eilantrags-Frist

Die gerichtlichen Eilanträge stellen die „eigentliche“ Studienplatzklage dar, weil erst ab diesem Zeitpunkt die Kapazitätsberechnung der Hochschule gerichtlich überprüft werden kann. Bis wann ein Eilantrag noch anhängig gemacht, das heißt auf den Weg gebracht werden kann, hängt stark von dem Verwaltungsgericht ab, das über den Antrag entscheidet. Es empfiehlt sich, die Eilanträge bereits Anfang September zu stellen, aber spätestens bis zum 1. Oktober sollte das Verfahren anhängig gemacht werden. Ansonsten läuft man Gefahr, dass das Verwaltungsgericht den Antrag nicht mehr berücksichtigt oder als verspätet zurückweist. In manchen Einzelfällen kann man auch noch später tätig werden – fragen Sie uns, wir klären Sie auf, was an Ihrer Wunsch-Hochschule bis zu welchem Zeitpunkt noch möglich ist!

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