SCHULNOTEN

Noten in der Schule – rechtliche Grundlagen und Anforderungen

Die Bewertung eines Schülers in der Schule durch Schulnoten kann rechtlich überprüft werden. Da die Schule bei der Leistungsbewertung eines Kindes als Behörde auftritt, können die Noten in einem verwaltungsrechtlichen Verfahren überprüft werden. In welcher Form dies möglich ist, hängt von der Note ab, die angegriffen wird. Inhaltlich handelt es sich bei der rechtlichen Überprüfung einer Schulnote immer um eine Prüfungsanfechtung.

 

Noten in Klassenarbeiten und Tests

Die Bewertung „normaler“ Klassenarbeiten und kleinerer Tests kann lediglich mit einer „Notenbeschwerde“ angegriffen werden. Dieses formlose Verfahren funktioniert dergestalt, dass der Schüler mit Hilfe seiner Eltern oder Dritter Stellung zu den einzelnen Wertungen der Lehrkraft nimmt und begründet, warum die Bewertung in seinen Augen in diesem oder jenem Punkt so nicht korrekt oder nachvollziehbar ist. Hieraufhin muss der Lehrer sich der Argumentation des Schülers stellen und überdenken, ob er seine Bewertung aufrecht erhält oder nicht. Bleibt er bei der bisherigen Note, ist das Verfahren an dieser Stelle vorbei.

 

Zeugnisnoten

Anders sieht es aus, wenn Zeugnisnoten angegriffen werden. Gegen Zeugnisse in der Oberstufe und gegen Versetzungsentscheidungen auf anderen Zeugnissen kann Widerspruch eingelegt werden. Auch hier läuft es inhaltlich auf eine Prüfungsanfechtung hinaus, entscheidender Bedeutung kommt bei einer Zeugnisnote jedoch der Bewertung der sonstigen Mitarbeit zu. Da die Bewertung der sonstigen Mitarbeit im Unterricht mit in die Zeugnisnoten einfließt, wird auch diese Bewertung rechtlich überprüft. Hierbei kommt es insbesondere darauf an, ob die Lehrkraft nachvollziehbar ihre Bewertung darstellen kann und sich entsprechende Notizen über das Halbjahr gemacht hat. Hieran mangelt es nicht selten, so dass in diesen Fällen die Note oft nach oben korrigiert werden kann.