KOSTEN

Wie teuer ist eine Studienplatzklage alle Kostenpunkte auf einen Blick

Eine Studienplatzklage kostet Geld, keine Frage. Die einzelnen Kostenpunkte sind darüber hinaus für einen Laien nicht sofort ersichtlich. Aus diesem Grunde möchten wir Sie informieren: Über die einzelnen Kostenfaktoren, über die Unwägbarkeiten und über die unserer Erfahrung nach entstehenden durchschnittlichen Gesamtkosten. Hierzu nun im Einzelnen:

 

Die unterschiedlichen Kostenfaktoren

Parallel zu den drei Schritten im Ablauf einer Studienplatzklage lassen sich auch drei unterschiedliche Kostenpunkte benennen, durch welche die Gesamtkostenlast einer Studienplatzklage bestimmt wird:

  • Die Gebühren des eigenen Anwalts,
  • die Gerichtskosten und
  • die Kosten der Gegenseite, insbesondere deren Anwaltskosten.

 

Eigene Anwaltskosten

Zunächst muss man die eigenen Anwaltskosten berücksichtigen. Wir rechnen Studienplatzklageverfahren bei uns im Haus nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), nach den so genannten „gesetzlichen Gebühren“. Im Rahmen von gerichtlichen Verfahren, darf ein Rechtsanwalt in Deutschland diese Gebühren nicht unterschreiten. Sie stellen somit eine Art „anwaltlichen Mindestlohn“ dar. Diese Gebühren variieren allerdings, je nach dem, was in den Verfahren passiert (gibt es einen Vergleich?), je nach dem, ob man eine zusätzliche Klage gegen die Hochschule als vierten Schritt der Studienplatzklage erheben muss und je nach dem, in welchem Bundesland man einen Studienplatz haben möchte (der Wert eines Studienplatzes wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich bewertet).

 

Gerichtskosten

Auch die Gerichtskosten sind bei der Kostenaufstellung zu berücksichtigen. Auch wenn sie nicht den größten Teil der Gesamtkosten ausmachen, ist mit mehreren hundert Euro pro gerichtliches Verfahren zu rechnen. Auch diese Gebühren variieren in den einzelnen Bundesländern.

 

Kosten der Gegenseite

Am häufigsten unterschätzt werden die Kosten der Gegenseite. Insbesondere zu nennen sind hier die Anwaltsgebühren, die anfallen, wenn sich die verklagte Hochschule auch der Hilfe eines Rechtsanwalts bedient. Gerade bei Studienplatzklagen in den medizinischen Studiengängen geschieht dies mittlerweile relativ häufig: Rund drei Viertel aller Universitäten lassen sich derzeit anwaltlich vertreten, wenn ein Studienplatz in Medizin oder Zahnmedizin erstritten werden soll. Wenn eine Hochschule keine anwaltliche Hilfe in Anspruch nimmt, sind auch die Kosten der Gegenseite sehr viel geringer: Anstelle von mehreren hundert Euro kann die Hochschule dann nur zwanzig Euro geltend machen.

 

Durchschnittliche Gesamtkosten

Bei der Frage nach den durchschnittlichen Gesamtkosten einer Studienplatzklage ist es wichtig sich klar zu machen, dass man für eine seriöse Kostenkalkulation stets damit rechnen sollte, alle Kosten selbst zu tragen. Zwar ist es auch möglich, dass am Ende alle Kosten von der Hochschule zu tragen sind, dies geschieht allerdings selten. Denn: Auch bei erfolgreichen Studienplatzklagen bleibt die Kostenlast oft beim Studienplatzkläger, wenn ein Zulassungsvergleich geschlossen wurde. Wer eine Studienplatzklage anstrebt, sollte mit realistischen Gesamtkosten in Höhe von ca. 730 bis 2.500 Euro rechnen. Sobald man mehrere Hochschulen verklagt, ergibt sich in der Regel ein gemittelter Betrag von ca. 1.300 bis 1.500 Euro pro verklagter Hochschule. Gerne informieren wir Sie über die erwartbaren Kosten in Ihrem konkreten Fall – rufen Sie uns einfach an!

 

Rechtsschutzversicherungen

Nicht selten kommt die Frage auf, ob es Rechtsschutzversicherungen gibt, welche die Kosten für eine Studienplatzklage abfedern. Die Antwort hierauf lautet: Jein. Ja insofern, als es zum einen noch Versicherungen gibt, die ein oder zwei Verfahren übernehmen und als zum anderen manche Altverträge (aus der Zeit vor dem Jahr 2007) auch tatsächlich Studienplatzklagen in den Rundumschlagverfahren zahlen. Nein insofern, als es mittlerweile (soweit ersichtlich) keine Versicherung mehr gibt, die heute abgeschlossen werden kann, mit der mehr als zwei oder drei Verfahren abgedeckt werden. Da insbesondere in den medizinischen Studiengängen häufig zehn und mehr Unis verklagt werden, hilft die Rechtsschutzversicherung in diesen Fällen nur bedingt.

 

Eine Investition für die Zukunft

Abschließend sollte man bei der Frage nach den Kosten einer Studienplatzklage eines betonen: Ja, es ist mitunter viel Geld, das man in die Hand nehmen muss, „nur“ um mit einem Studium beginnen zu können. Im Falle einer erfolgreichen Studienplatzklage jedoch dürfte es in aller Regel gut investiertes Geld sein, denn die Studienplatzklage spart Ihnen auch etwas: Zeit. Zeit, die Sie auf dem Weg zu Ihrem Berufsziel verloren hätten, hätten Sie anstelle der Klage gewartet. Und berücksichtigen Sie: Ein früherer Einstieg ins Berufsleben bedeutet auch einen früheren Einstieg in das Erwerbsleben – in diesem Fall gilt tatsächlich das alte Sprichwort: Zeit ist Geld.

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