STUDIENGÄNGE

In welche Studiengänge kann ich mich einklagen?

Man kann sich mit einer Studienplatzklage in alle Studiengänge an einer deutschen, staatlichen Hochschule einklagen. Als Hochschule bezeichnet man jede Universität, Fachhochschule oder sonstige Hochschule, z.B. eine Technische Hochschule. Wichtig ist nur, dass sich die Hochschule nicht in privater Trägerschaft befindet und dass man die Zugangsvoraussetzungen zu dem gewünschten Studiengang grundsätzlich erfüllt (in der Regel: das Abitur). Dann stehen für eine Studienplatzklage tatsächlich alle Studiengänge offen: Medizin, Psychologie, BWL, Soziale Arbeit, Zahnmedizin, Lehramt – was immer Sie studieren möchten.

 

Zugangsvoraussetzung Hochschulreife

Als Zugangsvoraussetzungen bezeichnet man die grundsätzliche Eignung für das gewählte Studium. Für alle grundständigen Studiengänge mit dem Ziel Bachelor, Diplom oder Examen genügt hierfür die allgemeine Hochschulreife, das Abitur. Hiermit ist nicht eine gewisse Durchschnittsnote im Abitur gemeint. Die Abiturnote spielt erst dann eine Rolle, wenn es mehr Bewerber als Plätze gibt, also eine Auswahl zu erfolgen hat. Der so genannte Numerus clausus (NC) spielt für die Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen keine Rolle. Für einige Studiengänge erfüllt man Voraussetzungen für den Hochschulzugang auch mit der Fachhochschulreife oder einer fachgebundenen Hochschulreife. Wenn dies gegeben ist, kann man bereits eine Studienplatzklage durchführen.

 

Sonderfall Masterstudiengänge

Auch Studienplätze in Masterstudiengängen lassen sich mit der Studienplatzklage einklagen. Für den Zugang zum Master-Studium genügt es allerdings oft nicht, wenn man „nur“ einen passenden Bachelor-Abschluss vorweisen kann. Nicht selten müssen spezielle Kenntnisse in einzelnen Fachgebieten nachgewiesen oder – häufiger – ein Bachelor-Zeugnis mit einer Mindestnote vorgewiesen werden. Wenn auch diese Voraussetzungen erfüllt werden, funktioniert eine Studienplatzklage auf einen Masterstudienplatz genauso wie alle anderen Studienplatzklagen. In aller Regel sogar mit sehr guten Erfolgsaussichten. Scheitert die Bewerbung allerdings an den – speziellen – Zugangsvoraussetzungen für den gewählten Masterstudiengang, lohnt es sich häufig trotzdem, rechtliche Schritte zu erwägen. Im Rahmen einer Studienplatzklage ist es gut möglich, auch die Zugangshürden eines Master-Studiums anzugreifen. Denn wenn diese Zugangsschranken von der Hochschule nicht nachvollziehbar begründet werden können oder deren Sinnhaftigkeit nicht nachweisbar evaluiert wurde, können die Verwaltungsgerichte auch diese Schranken kippen.

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