Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat einer Schulplatzklage stattgegeben (Aktenzeichen: 9 S 1896/18). Der Antragstellerin konnte nicht entgegengehalten werden, dass alle Plätze ordnungsgemäß vergeben worden seien, weil das Auswahlverfahren fehlerhaft war. Zwar sei es zulässig, so der VGH, die Vergabe von Schulplätzen (auch) unter Berücksichtigung der Schulwegsituation der Bewerber vorzunehmen. Im konkreten Fall hatte die Schule die Schulwege allerdings nicht nachvollziehbar und einheitlich berechnet. Da das beginnende Schuljahr näher rückte, wurde der Antragstellerin ein Schulplatz zugesprochen.