Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat in einer aktuellen Entscheidung (Urteil v. 16.5.2019 – 2 LB 369/19) nochmals seine ständige Rechtsprechung bestätigt, dass ein Prüfling, der sich krankheitsbedingt von einer Prüfung abmelden möchte, ein hinreichend aussagekräftiges Attest vorlegen muss. Das OVG hebt hervor, dass die Prüfungsbehörde – und nicht der Arzt – darüber zu entscheiden hat, ob eine Prüfungsunfähigkeit im rechtlichen Sinne vorliegt. Daher muss das Attest aussagekräftige Befundtatsachen enthalten. Hierauf kann nur im Ausnahmefall verzichtet werden – nämlich dann, wenn sich bereits aus der Diagnose einer akuten Krankheit die Prüfungsunfähigkeit ohne Weiteres ergibt.